Kürzlich las ich von Menschen, die aus Ego-Gründen ihren eigenen Namen googlen. Um dann zu sehen, wie wichtig sie sind. Ich selber bin kein allzu regelmäßiger Internet-Nutzer, aber das erschien mir dann doch irgendwie absurd. Aber, wie das Leben so spielt, die Idee blieb natürlich hängen. Und als ich dann heute so am Laptop saß, etwas gelangweilt, googlete ich einfach mal meinen Namen: Karl Guevara. Ich war mir sicher, dass niemand sonst auf der Welt diesen bescheuerten Namen tragen würde, eine unerklärliche Mischung aus Revolutionsheld und ostdeutschem Schlagersänger … doch ich sollte eines besseren belehrt werden: Offenbar gibt es tatsächlich noch einen Karl Guevara auf der Welt! Und anscheinend hat der nichts besseres zu tun, als Artikel über Kreuzfahrtreisen zu schreiben.
Ich war mein ganzes Leben noch auf keiner Kreuzfahrt. Würde es auch nicht wollen. Aber es gibt da einen Typen, der genauso heißt wie ich, und der nichts macht, außer auf dicken Pötten durch die Karibik zu kreuzen und dann hunderte Artikel darüber zu schreiben und zu verkaufen.
Das konnte so nicht weitergehen. Ich hatte nie etwas zu sagen. Habe mich nie über irgendwas beschwert. Aber meinen guten Namen durch einen allzu leicht ergooglebaren Kreuzfahrtreisenden zu belasten, das war dann doch zu viel. Dieses Blog ist meine Gegenmaßnahme.